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Österreich
Katholische Jugendbewegung für Berufungen in Österreich

KIM

Kaplan Martin Truttenberger
Als Priester Bote der Freude sein
von Kaplan Martin Truttenberger, Braunau am Inn
 aus dem KIM-Pastoralteam
Ich darf ein kleines Zeugnis ablegen, wie ich mich nach fünf Jahren als Priester immer mehr als Bote der Freude erlebe. In meiner seelsorglichen Begleitung der Menschen darf ich sie zunächst hinführen zu der Wirklichkeit, dass jeder einzelne Mensch unendlich von Gott geliebt ist – denn Gott ist nur Liebe.
 Meine wunderschöne dreifache Aufgabe als Priester ist dabei
:
Erstens:  die Predigt. 
In ihr gilt es, das was Gott im Laufe der Menschheitsgeschichte über sich zu erkennen gegeben hat, die Offenbarung, die in der Bibel aufbewahrt ist, zu erklären. „Wer den wirklichen Gott kennen lernen will, muss die Bibel verstehen, den Gott spricht zu uns durch die Hl. Schrift.“ Vor allem im Erlösungsleiden, dem Kreuzweg Jesu wird der Trost für alle Menschen, denen von anderen wehgetan wird erkennbar. Zugleich vermag er darin in seiner nie aufhörenden Liebe die harten Herzen derer, die anderen wehtun, zu öffnen und sie zur Umkehr und Vergebung zu führen.
Zweitens: Die heilige Messe
Das zweite priesterliche Tun ist dann, diese Erlöserliebe Jesu in jeder heiligen Messe erlebbar zu machen und in der Hostie Jesus selbst in seiner göttlichen Liebe den Menschen zu reichen.
Drittens: die Spendung des Bußsakraments
Anschließend setzt sich als dritte Hauptaufgabe des Priesters die heilige Messe in der Spendung des Beichtsakramentes fort (die Sündenvergebung ist das große Ostergeschenk des auferstandenen Christus an die Menschen). Hier wird nun das allgemein verkündete und in der heiligen Messe angebotene Heil dem Einzelnen zugewendet. Der Priester ist gerufen, die seelischen Wunden der Menschen zu heilen mit der in Jesus sichtbar gewordenen Liebe Gottes. Das ist übrigens die Zielrichtung des ganzen christlichen Glaubens, dass jeder Mensch durch den Glauben in seiner persönlichen Lebensgeschichte seelische Heilung erfährt.
Wenn die Menschen in dieser dreifachen Begleitung die Liebe Gottes zu ihnen erkennen lernen, dann beginnen sie auf einmal aufzuleben, entdecken ihre Gotteskindschaft und werden zu lebensfrohen  Menschen. Mir ist das Zitat eines jungen Mannes bei einem Jugendtreffen in Erinnerung geblieben, der bei der Beichte erlebt hat, dass Jesus ihm ein völliges Zurückkommen und Wiedergutmachen aus den hineingeratenen Fehlern ermöglicht hat: „Wenn man in der Beichte die volle Erleichterung und Hilfe geschenkt bekommt, da ist dann ein echtes Frohsein. Vorher singt und klatscht man auch schon mit bei den Liedern, aber nach dieser Begegnung mit dem Gott der Liebe, da singt, klatscht, tanzt man wirklich aus tiefster Herzensfreude.“ Wenn sich die Menschen, jung und alt, für des Geliebt sein durch Gott öffnen, dann wird das Leben zum Fest.
Es ist schön, Priester zu sein
Im heurigen Jahr der Priester wird uns besonders das Vorbild des heiligen Pfarrers von Ars vor Augen gestellt, der unzählige Menschen genau mit dieser Hinführung zur Heilung und Vergebung in der heiligen Messe und im Beichtsakrament zur Freude geführt hat.
Ich kenne schon viele junge Männer, die wieder eine Ahnung bekommen haben, wie schön es ist, dem Leben der Menschen auf diese Weise als Priester zu dienen.
Beten wir für unsere Zeit, dass viele diesem Ruf des Herrn nachgehen und uns viele gute Hirten nach dem Herzen Jesu geschenkt werden.