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Katholische Jugendbewegung für Berufungen in Österreich

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KIM trauert um Br. Benedict Schmitz OSFS Künstler der KIM-Bewegung und Gestalter der KIM-Karten nach langer Krankheit verstorben
Nach langem Leiden ist am Morgen des 19. Juni 2015 Bruder Benedict Schmitz OSFS verstorben. Er wurde am 16.5.1935 in Köln geboren. Von 1941 bis 1944 besuchte er die Grundschule in Edingen (Baden-Württemberg) und von 1945 bis 1949 das in der Nähe seines Heimatortes gelegene Realprogymnasium in Ladenburg. Durch ein Plakat wurde er auf die Sales-Oblaten aufmerksam und entschloss sich, nach Eichstätt zu gehen. Von 1949 bis 1953 besuchte er die Berufsschule in Eichstätt und arbeitete während dieser Zeit als Buchdrucker im Franz Sales Verlag. Nach Abschluss der Berufsschule begann er im Herbst 1953 das Noviziat bei den Oblaten des hl. Franz von Sales in Eichstätt und feierte am 21. November 1954 seine 1. Profess. Die Ewigen Gelübde versprach er wieder am Fest Maria Opferung nach fünf Jahren in Eichstätt. Bis 1971 lebte Br. Benedict im Salesianum Eichstätt und arbeitete als Schriftsetzer im Franz Sales Verlag. In diesen Jahren begann seine künstlerische Entwicklung. Von 1971 bis 2007 lebte er in der KIM-Zentrale in Ingolstadt/Bayern, wo er jahrzehntelang als Grafiker und künstlerischer Berater der KIM-Bewegung (Kreis junger Missionare) und als Künstler tätig war. Ein Herzensanliegen war ihm die sakrale Raum-, Wand- und Fenstergestaltung. Nicht nur in den bayerischen Diözesen hat er viele Kirchen gestaltet. Seine künstlerische Tätigkeit führte ihn auch in andere Bistümer, in die Schweiz, nach Österreich und andere Länder. Einem breiten Publikum wurde er durch die KIM-Karten bekannt, die er jährlich für die KIM-Bewegung entwarf. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war ihm die Seelsorge ein großes Anliegen. So wirkte er von 1978 bis 2007 in der Pfarrei Langenbruck bei Ingolstadt in vielen Bereichen seelsorgerlich mit. Durch seine sensible und herzliche Art war er für viele Menschen ein wichtiger Begleiter und Freund. Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit übersiedelte er im Jahr 2007 in das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Neuburg/Donau, Bay. - für ihn ein schwieriger und schmerzlicher Einschnitt. Er musste erkennen, dass seine Krankheit ihn immer mehr daran hinderte, seinen künstlerischen Tätigkeiten nachzugehen. Diesen harten Weg mit Geduld annehmen zu können erleichterten ihm die Ordensschwestern und das Pflegepersonal von St. Elisabeth und die vielen Freunde und Mitbrüder, die ihn fürsorglich pflegten, besuchten und begleiteten. Ihnen allen ein großes Vergelt´s Gott! (Auszüge aus der Parte) Aus der Predigt beim Requiem von P. Provinzial Thomas Vanek OSFS: „Ordensleben in der Nachfolge Jesu nach den evangelischen Räten des Gehorsams, der ehelosen Keuschheit und der Armut und die Berufung zum Künstler waren in Benedict zu einer interessanten und ausdrucksreichen Synergie verschmolzen. Als Ordensmann und Künstler war er aber Zeit seines Lebens auch unterwegs – also nicht am Ziel. In allem ist etwas zu wenig – sagt einmal Ingeborg Bachmann. Benedict wäre wohl kein seriöser Künstler und auch kein wahrhaftiger Ordensmann gewesen, hätte er nicht in sich selbst auch seine Begrenztheit gespürt, seine Unvollkommenheit, seine Sehnsucht und seine Unerfülltheit. Genau das ist es aber, das jeden Künstler zum Agieren treibt und jeden Ordensmann ständig neu aufbrechen lässt. - Sich selbst zu erfahren in der Schwebe des Lebendigen, im Schon und Noch nicht, im Wechselspiel von Verheißung und Erfüllung. Im Begehren und Lassen auch zu leiden, ist wohl die Unruhe jedes Künstlers und auch Ordenschristen, der immer wieder neu ans Werk geht, um von diesem Fühlen etwas in die Sichtbarkeit umzuwandeln. Andernfalls würde der Künstler wie der Ordensmann stehen bleiben – vielleicht sogar stecken bleiben - und man könnte sein frühes Werk von seinem späten Schaffen wohl nicht unterscheiden – den Weg letztlich nicht erkennen, den er zurückgelegt hat. Die Mosaike im Mittelgang dieser Kapelle gehören zu Benedicts ersten Gehversuchen. Er war in seinen späteren Jahren nicht besonders stolz darauf und doch zeigen sie, was in ihm von Anfang an lebte und sich entfalten wollte. Wahrscheinlich brauchte er dann die KIM-Bewegung, um vom aufbrechenden Geist der jungen Kirche für seinen inneren Weg und für seine Individuation inspiriert zu werden.”